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Akuthes Nr. 20 3/2003, Dezember 2003

 

Allgemeiner Anzeiger 14.09.2003

 

Thüringer Allgemeine 13.09.2003

ZU HAUSE: Christina Peters und Ralf Demmerle haben den ehemaligen
Ökohof in Hausen übernommen.

 

Allgemeiner Anzeiger 09.07.03


 

 

 

Akuthes Nr. 20 3/2003, erschienen im Dezember 2003



Nach einer langen, ereignisreichen Hofsuche sind wir endlich am Ziel angekommen - und stehen ganz am Anfang. Seit Mai diesen Jahres sind wir, Ralf Demmerle (Dipl. Umweltwissenschaftler und Bio- Landwirt) und Christina Peters (M.A. Kulturwissenschaftlerin und Umweltpädagogin), samt unserer Tochter Elena, auf dem ehemaligen Ökohof in Hausen gelandet.
Unser Traum von Bildungsarbeit auf dem Land, kombiniert mit Öko-Landbau und Naturschutz, nimmt langsam Gestalt an.
Zum Hof gehören 50 Hektar Acker und Grünland sowie 10 Hektar Wald, die ökologisch bewirtschaftet werden. Auf einigen Flächen keimen bereits Roggen und Wicken und auch im Bildungsbereich dürfen wir schon die ersten Früchte ernten. Zwei Seminare des Freiwilligen Ökologischen Jahres und zwei Lehrgänge des Internationalen Wildnisführerverbandes fanden hier statt, Schulklassen haben Brötchen gebacken, Bauernhoftiere kennengelernt oder die Wipfra, die hinter dem Haus vorbeifließt, unter die Lupe genommen. Zahlreiche Feste wurden gefeiert, Kindergeburtstage, Klassentreffen, Betriebsfeiern und mehr und jeden Monat veranstalten wir im gemütlichen Innenhof eine Vollmondparty mit Lagerfeuer, Musik und Tanz. Sonn- und feiertags öffnen wir das Café für jedermann, um unsere Gäste mit Hirsepfannkuchen, Biobratkartoffeln und anderen Natur-Köstlichkeiten zu verwöhnen.
Neben SeminarteilnehmerInnen haben auch Feriengäste im Tagungshaus, das über 25 Betten und einen großen Seminarraum verfügt, genächtigt und die herrliche Umgebung erwandert, erkundet und erlebt. Durch die gute Anbindung ist der Hof auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (Bahnhof Marlishausen, 1,5 km vom Hof entfernt).
Pläne und Projekte für die Zukunft gibt es noch zahlreiche; ab Frühjahr kommen Großvieh und ein paar Schweine hinzu, die bestehende Geflügelhaltung mit alten und regionalen Hühnerrassen soll ausgebaut werden. Eine neue Heizungsanlage (Holzvergasung gekoppelt mit Solarthermie) wird installiert, um mit dem Holz aus dem eigenen Wald einen geschlossenen Betriebskreislauf herzustellen. Nutzgarten, Bauerngarten und Streuobstanlage sind im Aufbau, ein Freilichtkino, die enge Zusammenarbeit mit der VHS Arnstadt und unsere Internetseite in Planung. Unter www.naturerlebnishof.de können Interessierte ab nächstem Jahr unseren Veranstaltungskalender abrufen.
Die Arbeit wird uns mit Sicherheit noch lange nicht ausgehen. Aber manches kleine Wunder vollbringt sich von ganz alleine: gestern sind zum zweiten mal 7 Küken geschlüpft - da bleibt uns nur zu schauen und zu staunen...
Wer uns besuchen möchte, ein Seminar oder eine Feierlichkeit hier veranstalten will oder Lust hat, beim Aufbau des Hofes mitzuwirken, kann sich gerne melden bei:

Christina Peters & Ralf Demmerle
NaturErlebnisHof Hausen
Zur Mühle 3
99310 Hausen im Wipfratal

fon 03628/584249
fax 03628/584247

christina.peters@naturerlebnishof.de
ralf.demmerle@naturerlebnishof.de

 

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Allgemeiner Anzeiger, erschienen am 14.09.2003


Hausen (AA). Dreizehn Teilnehmer aus ganz Deutschland und der Schweiz trafen sich am vergangenen Wochenende auf dem NaturErlebnisHof in Hausen, um mehr über den Internationalen Wildnisführerverband e.V. und das Unterwegssein in Wildnisgebieten zu erfahren. Nach einer ausführlichen Präsentation der zweijährigen Ausbildung zum Wildnisführer und einem Einblick in die Ausrüstungskunde ging es am Samstag direkt ins Gelände. Mit Karte und Kompass, Ponchos, ein paar Karabinern und Seilstücken ausgerüstet, wurden die Ausläufer des Thüringer Waldes oder der eigene Standort bestimmt, Leit- und Auffanglinien geortet und eine Route festgelegt. An einem Graben konnten die Teilnehmer ihre neu erlernten Knotentechniken ausprobieren und sich am Abhang selbst sichern. Zur Mittagsrast wurden die Ponchos zu einem gemütlichen Windschutz aufgespannt und das Wasser der Wipfra in einem selbstgebauten Wasserfilter aufbereitet.

"Um Gruppen in Wildnisgebieten sicher führen zu können stehen Orientierung, Tourenorganisation und Erste Hilfe an vorderer Stelle“, meint Joachim Merkle, einer der Ausbilder des IWV. "Aber ist es auch Aufgabe eines guten Wildnisführers, die Schätze der Natur zu kennen sowie Verständnis und Interesse an ökologischen Zusammenhängen zu wecken“, ergänzt Christina Peters, Leiterin des Kurses. So wurde nebenbei auch der Blick geschärft für wertvolle Naturmaterialien wie Zunder, Feuerholz, Bauholz und essbare Wildpflanzen. Diese wurden abends rustikal am Lagerfeuer zusammen mit Kaninchen und Ente zubereitet. Nach gemütlichem Ausklang am Samstag schwangen sich die Teilnehmer sonntags am vertikalen Seil hoch in die Baumkronen bzw. mittels einer Seilbrücke über die Wipfra. "Das Wochenende war ein voller Erfolg“, freut sich Eckard Leins, Vorsitzender des IWV. Es bot den Teilnehmern einen guten Einblick in die Ausbildung zum "geprüften Wildnisführer IWV“ und sicherte dem Verein 12 weitere Mitglieder, die motiviert im Februar den ersten Lehrgang beginnen werden. Bestimmt war es nicht der letzte Schnupperkurs auf dem NaturErlebnisHof in Hausen. Wer sich für die Ausbildung oder eine Mitgliedschaft im IWV interessiert, kann bei Christina Peters 03628/584249) oder unter www.wildnisfuehrer.de weitere Details erfahren. Foto: Peters
 

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Thüringer Allgemeine, erschienen am 13.09.2003



ZU HAUSE: Christina Peters und Ralf Demmerle haben den ehemaligen Ökohof in Hausen übernommen. Auf dem NaturErlebnisHof, wie er seitdem heißt, leben neben Töchterchen Elena auch allerlei Zwei und Vierbeiner. A. Köhler

Zukunft für den Ökohof

Lange war es ruhig um den Ökohof in Hausen. Doch der hat inzwischen Besitzer mit vielen Plänen. Auch bei ihnen spielt das Thema Naturschutz und Ökologie eine wichtige Rolle.

Behaglich schnurrt die kleine Katze auf dem Schoß von Christina Peters, als diese vom Alltag auf dem Hof erzählt. Die 30-Jährige wohnt hier seit Anfang Mai zusammen mit ihrem Mann Ralf Demmerle und Töchterchen Elena (3). Außerdem leben auf dem NaturErlebnisHof, wie er jetzt offiziell heißt, auch Hütehund Lucie, zwei Katzen, Kaninchen, Laufenten, Vorwerk-Hühner und die drei Kamerunschafe Max, Paula und Lotte.
Im Frühjahr 2004 soll dann eine Herde Mutterkühe hinzukommen, denn Ralf Demmerle will auf dem 60 Hektar großen Gelände im Wipfratal ökologischen Landbau betreiben. Im Tagungshaus mit seinen 20 Betten hält Christina Peters die Fäden in der Hand, bewirtet die Seminar- und Urlaubsgäste, kümmert sich um ein gesundes Frühstück. Am Wochenende ist hier ein Café (und bei schönem Wetter auch der Biergarten) geöffnet, was Wandersleute wie Dorfbewohner schon für sich entdeckt haben.
Es ist ein Anfang. Davon leben kann man noch nicht, wie Christina Peters bemerkt. Viel Werbung haben sie noch nicht gemacht, sie halten Mundpropaganda für wichtiger. Die Möglichkeit, in Hausen Landwirtschaft und Seminararbeit zu verbinden, sowie die schöne Lage und gute Erreichbarkeit des ehemaligen Ökohofes waren entscheidende Gründe für den Umzug der naturverbundenen jungen Leute aus Baden-Württemberg bzw. Rheinland-Pfalz. Dass das Anwesen zum Verkauf stand, lasen sie in der Zeitschrift "Ökoherz“. Fast zwei Jahre lang überlegten sie. So eine Entscheidung ist etwas fürs Leben.
Nein, der Osten hat sie nicht abgeschreckt, Christina Peters schmunzelt. Sie sehe es als schöne Aufgabe, denn hier sei noch Bedarf an Workshops, Seminaren etc. im Bereich Umwelt und Naturschutz. In den alten Bundesländern ginge das nur, wenn man andere mit gleichen Ideen vom Markt verdrängt. Die junge Frau hat Kulturwissenschaften studiert und gleich mehrere Ausbildungen absolviert, so als Umweltpädagogin und geprüfte Wildnisführerin. Erst am vergangenen Wochenende hat sie in Hausen ein Seminar für künftige Wildnisführer geleitet. Außerdem ist sie Erziehungsberaterin und will auch auf diesem Gebiet im Herbst den ersten Kurs anbieten.
Es gibt unendlich viele Pläne für den Hof und das, was dort passieren soll. Doch manches braucht seine Zeit, sie wollen realistisch bleiben. So wäre ein kleiner Schwimmteich sehr schön. Die Ausstattung im Tagungshaus wollen sie verbessern. Der Garten wird weiterwachsen, eigene ökologische Produkte sollen später in einem kleinen Hofladen zu kaufen sein. Heil- und Wildkräuter sind dabei ein besonderes Steckenpferd von Christina Peters, an dem sie auch andere teilhaben lassen möchte.
Sie bietet für die ganze Familie Naturerlebniswanderungen an, weitere Angebote richten sich an spezielle Altersgruppen. So kann man in einem offenen Kurs bei einer Floristin lernen, attraktive Gestecke zu gestalten. Für die Jüngsten fand im Sommer eine Zwergendisco statt und für Schulkinder gibt es spezielle Ferienangebote. Nicht zu vergessen die Möglichkeit, hier eine schöne Geburtstagsparty zu feiern. Zusammen mit der Jugend wird jeden Samstag nach Vollmond eine Vollmondparty mit Musik, Tanz und Lagerfeuer veranstaltet.

Viel Leben auf dem Hof - so soll es auch in Zukunft bleiben.
 

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Allgemeiner Anzeiger, erschienen am 09.07.03

Neues Leben auf dem Ökohof

Der ehemalige Ökohof in Hausen ist wieder in Betrieb. Ralf Demmerle und Christina Peters mit Töchterchen Elena haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Hof wieder zu beleben. Dazu zählt unter anderem auch der neu geschaffene Streichelzoo mit Hühnern und Kamerunschafen. Foto: Heyer

Hausen (AA/jk). Der ehemalige Ökohof in Hausen bei Marlishausen erlebt eine Wiedergeburt. Seit Anfang Mai haben die Umweltpädagogin Christina Peters und ihr Ehemann, der Bio-Landwirt Ralf Demmerle, das Anwesen übernommen. Unter dem Namen "NaturErlebnisHof Hausen“ soll das ehemalige Objekt des aufgelösten "Verbandes für Naturschutz und biologischen Landbau“ Landwirtschaft und Natur in ihren komplexen Zusammenhängen für Groß und Klein erlebbar machen. So wird Ralf Demmerle ab Herbst die zum Hof gehörenden Flächen biologisch bewirtschaften und Kühe und Schweine halten. Christina Peters hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Tagungshaus neu zu beleben. Dazu sind Seminare zu ökologischen und umweltrelevanten Themen, Naturerlebnisfreizeiten, Workshops und Exkursionen geplant. Die erste Natur-Erlebnis-Freizeit findet in den Sommerferien, vom 11. bis 15. August, für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, statt. Täglich von 8 bis 18 Uhr gibt es bei Ausflügen durch Feld, Wald und Wiesen viel zu entdecken und bestaunen. Und natürlich werden auch lustige Spiele mit auf dem Programm stehen. Anmeldungen sind unter Arnstadt/584248 möglich.
 

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